Positiver Effekt der Sägepalmen-Medikation

Eine gutartige Prostatavergrößerung (medizinisch: benigne Prostatahyperplasie) stellt nach dem Alter die häufigste Ursache für sexuelle Dysfunktionen (Funktionsstörungen) beim Mann dar. Verglichen mit konventionellen Arzneimitteln hilf der Sägepalmen-Extrakt fast ohne Nebenwirkungen bei Beschwerden, die mit einer Prostatavergrößerung einhergehen – einschließlich der sexuellen – und stellt somit eine schonende Alternative zu synthetischen Mitteln dar.

Was ist eine benigne Prostatahyperplasie?

Eine Prostatavergrößerung kann bei etwa der Hälfte aller Männer ab dem 60. und nahezu allen ab dem 75. Lebensjahr beobachtet werden. Die Vergrößerung der Prostata ist ein normaler physiologischer und eigentlich zu vernachlässigender Prozess, der infolge hormoneller Umstellungen ab dem 40. bis 45. Lebensjahr stattfindet. Solange zumindest, wie keine gesundheitlichen Probleme auftreten. Denn bei etwa 25 bis 30 Prozent der Männer mit einer Prostatavergrößerung vergrößern sich die Drüsenanteile, die die Harnröhre umschließen. Mediziner sprechen in diesen Fällen von einer benignen Prostatahyperplasie (BHP). Die Harnröhre wird zunehmend eingeengt und es kommt zu unangenehmen Beschwerden während des Wasserlassens. Auch das Fassungsvolumen der Blase kann sich verkleinern. In einigen Fällen wird die Abflussmöglichkeit für den Harn so stark beeinträchtigt, dass es zu Harnstau und schließlich einer Nierenschädigung kommen kann.

Das Liebesleben leidet häufig bei einer Prostatavergrößerung

Häufig gehen diese Beschwerden mit sexuellen Funktionseinbußen wie Beeinträchtigungen beim Erreichen bzw. Erhalt der Erektion, Ejakulationsproblemen (schmerzhafter oder reduzierter Samenerguss) oder einem Verlust der Libido (sexuelles Verlangen) einher. Männer mit BHP-spezifischen Beschwerden sind etwa doppelt so häufig von sexuellen Dysfunktionen betroffen wie ihre Altersgenossen ohne BHP-Symptome. Auch im fortgeschrittenen Alter sind Männer in aller Regel noch sexuell aktiv. Allerdings gab gemäß einer umfassenden amerikanisch-europäischen Studie mit beinahe 13.000 Männern etwa die Hälfte der 60- bis 69-Jährigen an, nicht oder nur noch eingeschränkt zu einer Erektion gelangen zu können. Beinahe jeder zweite Mann dieser Altersgruppe kommt nicht oder nur noch eingeschränkt zu einer Ejakulation. 7 Prozent gaben an, dass diese mit Schmerzen oder anderen unangenehmen Beschwerden einhergeht. Diese Beeinträchtigungen der sexuellen Funktion konnten in erster Linie auf eine benigne Prostatavergrößerung zurückgeführt werden. Laut einer deutschen Studie wiesen lediglich 38 Prozent der von einer benignen Prostatavergrößerung Betroffenen zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr keine erektile Dysfunktion auf. Alle anderen (72 Prozent) gaben an, diesbezüglich beeinträchtigt zu sein.

Die möglichen Ursachen für eine Prostatavergrößerung

Erektile Dysfunktionen können auf ganz unterschiedliche Ursachen wie Übergewicht, Diabetes mellitus, Hypertonie (Bluthochdruck), Herzschwäche oder Stress zurückgeführt werden. Warum letztendlich im Rahmen einer benignen Prostatahyperplasie erektile Dysfunktionen auftreten, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden unterschiedliche Ansätze. So geht man zum einen davon aus, dass die sich vergrößernde Prostata immer auch mit Entzündungsherden einhergeht. Diese können die Erregungsleitung der Nerven und das umliegende Gewebe beeinträchtigen. Durch die Verengung des Harnleiters fließt zudem der Harn schlecht ab und muss durch verstärkte Kontraktionen der Blasenmuskulatur nach außen transportiert werden. In der Folge kommt es zu Verhärtungen der Muskulatur, die wiederum zu einer reduzierten Erektionsfähigkeit führen kann. Zum anderen wird angenommen, dass die altersbedingte Abnahme der Testosteronkonzentration zu einem Anstieg des Östrogenspiegels führt. Diese hormonellen Veränderungen bedingen das sukzessive Wachstum der Prostata und verursachen schließlich die Einschränkungen der sexuellen Funktionsfähigkeit. Daneben wird angenommen, dass die sich mit dem Alter verschlechternde Durchblutung einerseits zu einer Minderdurchblutung der Schwellkörper im Penis und andererseits zu einer zu starken Durchblutung der Prostata führen kann. Dadurch kommt es zu einer Konzentration von Testosteron in der Vorsteherdrüse, die einem weiteren Wachstum der Prostata Vorschub leisten kann. Schließlich erhöht auch die Einnahme von Medikamenten das Risiko für Beeinträchtigungen der Erektionsfähigkeit. Rein statistisch ist unter den Männern, die lediglich zwei oder weniger Medikamente einnehmen, lediglich ein Sechstel von erektilen Dysfunktionen betroffen. Von den Männern hingegen, die regelmäßig mehr als zehn Medikamente einnehmen, beklagt etwa ein Drittel eine erektile Dysfunktion.

Folgen sexueller Dysfunktionen: Viele Männer schweigen sich aus

Sehr viele Männer befürchten, im Alter impotent zu werden. Lust- und Potenzprobleme, Harndrang während des Verkehrs oder eine eingeschränkte Orgasmusfähigkeit belasten viele Betroffene. Sie haben das Gefühl, „kein echter Mann mehr zu sein“ und geraten in eine Art Teufelskreis: Denn je belastender die Probleme psychisch sind, desto mehr wirkt sich dies wiederum auch physisch aus. Gleichzeitig reden viele nicht über ihre Beschwerden. Lediglich jeder vierte Betroffene spricht über seine Beschwerden, nur jeder zehnte bis vierte lässt sich deshalb behandeln. Stattdessen ziehen sich die meisten sozial zurück und reduzieren ihre Kontakte auf das Nötigste. So konnte im Rahmen einer Untersuchung an der Universität Witten/Herdecke ein Zusammenhang zwischen BHP-bedingten Beschwerden und einer deutlich verschlechterten Lebensqualität festgestellt werden. Dabei lassen sich viele Beschwerden gerade im Frühstadium mit pflanzlichen Arzneimitteln deutlich reduzieren.

Doppelwirkung durch Sägepalmen-Extrakt

Extrakte aus den getrockneten Früchten der Sägepalme (Serenoa repens) kommen zur Behandlung von Symptomen einer gutartigen Prostatahyperplasie zum Einsatz. Die Wirkung beruht unter anderem darauf, dass durch die Extrakte die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron gehemmt wird. Sie wirken dadurch wachstums- und entzündungshemmend. Im Rahmen einer achtwöchigen britisch-schweizerischen Studie, an der unter anderem Prof. Dr. Reinhard Saller von der Universität Zürich teilgenommen hat, konnte gezeigt werden, dass Sägepalmen-Extrakt nicht nur bei den BHP-spezifischen Beschwerden, sondern auch bei den mit dieser einhergehenden sexuellen Funktionsstörungen positive Effekte zeigt. Zum einen konnte nachgewiesen werden, dass bereits die Einnahme von 320 mg des Extrakts täglich zu einer signifikanten Verbesserung der BHP-Beschwerden führt. So verbesserten sich Probleme wie ein abgeschwächter Harnstrahl, eine verlangsamte Harnentleerung, ein Restharngefühl, Nachtröpfeln sowie nächtlicher Harndrang um etwa 50 Prozent. Darüber hinaus veränderten sich die Erektionsfähigkeit (Erreichen und Erhalt), das sexuelle Verlangen (Libido) sowie Beeinträchtigungen der Ejakulation um etwa 40 Prozent zum Positiven. 76 Prozent der Probanden gaben an, sowohl bei der Erektionsfähigkeit als auch bei der Libido nach zwei bis vier Wochen eine gute bis sehr gute Wirkung beobachtet zu haben. Sägepalmen-Extrakt ist damit der erste Wirkstoff, der nicht nur zu einer Linderung der hyperplasiespezifischen Beschwerden, sondern auch zu einer Verbesserung der mit dieser korrelierenden sexuellen Funktionsstörungen führt.

Beinahe keine Nebenwirkungen

Anders als viele nicht-pflanzliche Wirkstoffe, die im Rahmen einer Prostatahyperplasie-Behandlung zum Einsatz kommen, ist eine Therapie mit Sägepalmen-Extrakt so gut wie nebenwirkungsfrei. Ein mögliche Nebenwirkung synthetischer Arzneimittel ist die Verschlechterung oder sogar Herbeiführung sexueller Dysfunktionen. So beklagen etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen, die mit synthetischen Wirkstoffen behandelt werden, eine Beeinträchtigung der Ejakulations- oder Erektionsfähigkeit. Darüber hinaus ist eine Therapie mit Sägepalmen-Extrakt kosteneffektiver. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt kann sich also durchaus lohnen.