Wissenswertes rund um die Gelbwurz (Kurkuma)

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Wissenswertes rund um die Gelbwurz (Kurkuma)
Die Gelbwurz, auch als Kurkuma (Curcuma longa) bekannt, ist ein Gewächs aus der Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze ist in Südasien heimisch. Bei optimalen Wachstumsbedingungen wird sie einen Meter hoch. Genau wie der verwandte Ingwer bildet die Kurkumapflanze Rhizome aus. Im Volksmund wird das Rhizom auch als Wurzel bezeichnet. Botanisch betrachtet handelt es sich aber eigentlich um ein Sprosssystem ohne die typischen Wurzelmerkmale. Rhizome sind Pflanzenorgane, die unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsen.
Im Rhizom der Kurkuma stecken verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe. Hauptwirkstoffe sind die Curcuminoide und das Curcumin. Beide verleihen dem Gewürz seine gelbe Farbe. Aufgrund der charakteristischen Gelbfärbung wird Kurkuma auch Gelbwurz, Safranwurzel oder gelber Ingwer genannt. Das Rhizom der Gelbwurz ist aber nicht nur reich an Curcuminoid und Curcumin, es enthält auch ätherische Öle.
Getrocknet und gemahlen wird Kurkuma als Gewürz, als Färbe- und in der traditionellen Naturmedizin auch als Arzneimittel genutzt.
Aufgrund der kräftigen gelben Farbe wird Kurkuma zur Färbung von Marmeladen, Senf oder Süßigkeiten genutzt. Zudem ist das Gewürz ein Hauptbestandteil des Currypulvers. Curry ist eine Gewürzmischung, die neben Kurkuma auch Gewürze wie Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom oder Cayennepfeffer enthält.

In der traditionellen Heilkunde spielt Kurkuma schon seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst, gehört Kurkuma zu den erhitzenden und scharfen Nahrungsmitteln. Die Gelbwurz verringert alle drei Doshas und wird als Energiespender angesehen. Sie soll den Körper von schädlichen Stoffen reinigen und so Krankheiten vorbeugen.
Auch die Schulmedizin konnte in verschiedenen Studien die Wirksamkeit der Gelbwurz nachweisen. So zeigte sich, dass das Gewürz sich positiv auf Darmpolypen auswirken kann. Ebenso lassen Untersuchungen darauf schließen, dass Krebsmetastasen durch Kurkuma in ihrem Wachstum gehemmt werden.
In der westlichen Naturheilkunde gilt Kurkuma als ein wichtiges Leber- und Gallemittel. Die Farbstoffe der Gelbwurz sollen nicht nur entzündungshemmend wirken, sondern auch gegen Viren und Bakterien wirksam sein. Sie wirken zudem antioxidativ. Antioxidantien können frei Radikale unschädlich machen. Dadurch werden die Organe und das Gewebe des Körpers geschützt. Insbesondere das Lebergewebe wird durch die Curcuminoide geschützt. Kurkuma hat somit eine hepatoprotektive und antihepatotoxische Wirkung. Das Pulver aus der Gelbwurz beruhigt zudem einen entzündeten und / oder gereizten Magen-Darm-Trakt. Auch die Gallefunktion wird durch die Wirkstoffe der Gelbwurz angeregt. Ein Tee aus Kurkuma kann daher Beschwerden, die auf eine Gallenunterfunktion zurückgehen, wie Völlegefühl, Bauchschmerzen und Blähungen, lindern. Für einen Kurkumatee wird ein Teelöffel getrocknete Kurkumawurzel mit einer Tasse heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte eine Viertelstunde ziehen und dann in kleinen Schlucken getrunken werden. Bei Verdauungsbeschwerden sind zwei Tassen Kurkumatee pro Tag empfehlenswert.

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